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Sie erreichen uns auch telefonisch unter +43 1 982 75 84 - 222 oder per Mail unter office@sebus.at.

Informationen für BeraterInnen

Liebe Beraterin, lieber Berater - herzlich willkommen auf unserer Webseite! 

Für Sie haben wir im Folgenden Informationen zusammengefasst um Ihnen das SEBUS-Konzept, das Kursangebot und die gebotenen Möglichkeiten, aber auch die Ansprechpersonen und Richtlinien vorzustellen.

Im Inhaltsverzeichnis können Sie über die Links auch direkt zu den für Sie vordergründig relevanten Informationen zu gelangen.

Gerne helfen wir Ihnen auch persönlichen weiter, rufen Sie uns einfach an!

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FAQs

 


Was ist SEBUS eigentlich?

SEBUS, die Schulungseinrichtung für blinde und sehbehinderte Menschen, ist ein Qualifizierungsprojekt für den ersten Arbeitsmarkt.

Sie wollen mehr über SEBUS erfahren? Hier erhalten Sie Antwort zu den zentralen Fragen und können uns näher kennenlernen.  

 


Für welche Zielgruppe ist SEBUS genau zuständig?

Blinde und sehbehinderte Menschen ab 15 Jahren, die

  • einen Grad der Behinderung von mindestens 50 % aufweisen (ein Prozentsatz von max. 25 % aller TeilnehmerInnen darf einen Grad der Behinderung von 30 v. H. aufweisen; in diesen Fällen muss SEBUS mit dem Fördergeber Rücksprache halten),
  • in einem Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis stehen; hierzu zählen auch befristete Arbeitsverhältnisse, die Teilnahme an einer Arbeitstrainingsmaßnahme oder eine sonstige Maßnahme der beruflichen Eingliederung (Schulung, Ausbildung),
  • bei den Dienststellen des Arbeitsmarktservice als Arbeit suchend vorgemerkt sind und dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen oder
  • arbeitslos sind und die Vermittlungschancen in ein Arbeits- oder weiterführendes Ausbildungsverhältnis durch diese Maßnahme erhöht werden.

(In Anlehnung an BEinstG § 10a)

 


Wozu braucht es SEBUS?

Da der Ausbildungsgrad eines Menschen ein wesentlicher Indikator für die Vermittlungschancen am Arbeitsmarkt ist, stärken wir - immer unter Berücksichtigung der spezifischen Bedürfnisse - die individuellen Kompetenzen unserer TeilnehmerInnen, um ihre Chancen am ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Der KundInnenkreis ist trotz einer mengenmäßig kleinen Personengruppe extrem divergierend. Es gibt eine Reihe von Sehbehinderungen, mit den unterschiedlichsten Merkmalen und Auswirkungen bis hin zur Blindheit in all ihren Nuancen. Selbst wenn es sich laut Diagnose um die gleiche Art der Sehbehinderung handelt, sind die Ausprägungen und die damit verbundenen Konsequenzen so individuell wie der betroffene Mensch.

Faktoren wie Alter bei Ersterkrankung, Progression der Erkrankung, Förderung, Bildungsweg und soziales Umfeld verstärken die Unterschiede.

SEBUS strebt passgenaue Betreuung für alle TeilnehmerInnen an.

 


Was macht die Schulungsmaßnahmen bei SEBUS aus?

In Modulen organisierter Kleingruppenunterricht zeichnet SEBUS aus. Das Training orientiert sich an den persönlichen Zielen und Bedürfnissen der TeilnehmerInnen und stellt den Menschen mit seiner beruflichen Zielsetzung in den Mittelpunkt.

Lernen bei SEBUS basiert auf den Prinzipien der Individualität und Barrierefreiheit und findet in qualitativ hochwertiger Form gemeinsam mit einem multiprofessionellen TrainerInnenteam statt. Die jahrelange Expertise im Bereich der Blinden- und Sehbehindertenpädagogik trägt dazu bei, sich der besonderen Bedürfnisse anzunehmen und diese zu berücksichtigen, ohne diese allein zum vordergründigen Merkmal zu machen.

 


Welche Schulungsziele liegen den Maßnahmen zugrunde?

Die Kursmaßnahmen dienen allesamt kurz- und/oder langfristig der Qualifizierung für den ersten Arbeitsmarkt. Auf folgenden Zielsetzungen basieren die einzelnen Schulungsangebote:

  • Ausbildungspflicht bis 18
  • Nachreifung (kognitiv, sozial)
  • (Re-)Integration in die Ausbildungs- und Arbeitswelt
  • Berufliche Aus- und -Weiterbildung
  • Behinderungsspezifische Schulungsmaßnahmen

 


Gibt es spezielle Möglichkeiten für Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren bei SEBUS?

JUMP - Jugend mit Potential kombiniert die besonderen Bedürfnisse, den individuellen Nachreifungsbedarf (kognitiv und sozial) sowie persönliche Zielsetzungen mit einer Orientierung in der Ausbildungs- und Berufswelt und eröffnet den Jugendlichen nicht nur neue Perspektiven, sondern bereitet diese auch gezielt darauf vor.

Nicht für alle TeilnehmerInnen passt das Konzept JUMP ideal, deshalb können auch andere Maßnahmen wie das Schwerpunktorientierte Einstiegstraining ("SET", oder "SET+") besucht werden, oder ein Assessment für weiterführende Ausbildungen bei SET Assessment abgelegt werden. Das Einstiegsalter für die speziell bei SEBUS angebotenen Ausbildungen variiert, das positive Assessment ist jedoch in jedem Fall Voraussetzung. Näheres zu den Berufsausbildungen finden Sie hier.

 


Welche Maßnahmen können zur Vorbereitung auf das Berufsleben oder aufbauende Ausbildungen sowie zur (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt besucht werden?

Vor allem die dauerhaft angebotenen Maßnahmen zur (Re-)Integration in die Ausbildungs- und Arbeitswelt, die auch einen nahezu jederzeit möglichen Einstieg gewährleisten, wie etwa "JUMP - Jugend mit Potential" (15-24 Jahre) oder das schwerpunktorientierte Einstiegstraining "SET" und "SET+" (erwerbsfähig) bieten unseren TeilnehmerInnen die Möglichkeit, sich auf die Herausforderungen eines Arbeitsalltags oder einer aufbauenden Berufsausbildung vorzubereiten. Wichtige Grundfertigkeiten und vor allem auch der korrekte und effiziente Umgang mit den Hilfsmitteln sind neben den individuellen Zielsetzungen die Hauptanliegen dieser Maßnahmen.

 


Was tun, wenn noch nicht klar ist, wie hoch das Leistungspotential meiner Klientin/meines Klienten ist?

Durch die seit 2017 angebotene Maßnahme "SET Assessment" ermöglichen wir unseren AbsolventInnen und deren BeraterInnen einen genauen Einblick in den aktuellen Leistungsstand und in das von erfahrenen TrainerInnen erkannte Potential und die vielleicht noch vorhandenen Bedürfnisse und Voraussetzungen. 10-14 Tage nach der Eignungsüberprüfung erhalten deshalb die AbsolventInnen und deren direkte Beratungspersonen (Berufliche Assistenz, Arbeitsmarktservice, …) einen ausführlichen Abschlussbericht mit definierten Zielsetzungen und etwaigen Empfehlungen für einen geplanten Ausbildungs- oder Berufsweg. "SET Assessment" kann als erste Einordnung oder bereits in Hinblick auf eine konkrete Ausbildungsrichtung besucht werden.

 

Folgende Kompetenzbereiche werden im Rahmen des Assessments erhoben:

  • Eignungsgespräch (Motivation; Vorkenntnisse; Reflexionsbereitschaft; Problembewusstsein;…)
  • EDV- und Hilfsmittelkenntnisse
  • Basiskenntnisse Wirtschaft, Mathematik und Allgemeinbildung
  • Deutschkenntnisse (Wort und Schrift)
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Englischkenntnisse
  • Taktile und haptische Fähigkeiten, Kreativität

 


Kann man bei SEBUS auch einen Beruf erlernen?

In unterschiedlichen Abständen bietet SEBUS überdies folgende Berufsausbildungen an

 


Nichts Passendes gefunden - was tun?

Neben einem sehr stabilen Kursangebot bietet SEBUS auch die Möglichkeit bei ausreichender Nachfrage auch andere Kurse (wie zum Beispiel Hilfsmittelschulung) auf eine Kleingruppe abzustimmen. Bei "Training on Demand" bieten wir die Möglichkeit, bei Erreichen einer MindestteilnehmerInnenanzahl unterschiedliche Berufsausbildungen bzw. spezifische Aus- und Weiterbildungen für die Zielgruppe zu organisieren. Häufig werden auch sehr spezifische und den individuellen Bedürfnissen und Zielsetzungen entsprechende Individualschulungen passgenau für den Interessenten/die Interessentin konzipiert.

Voraussetzung für den Kursbesuch ist in jedem Fall ein persönliches Beratungsgespräch bei SEBUS. Der Interessent/die Interessentin kann telefonisch oder per E-Mail einen Termin vereinbaren. Wenn Sie im dargestellten Kursangebot noch nicht gefunden haben, wonach Sie suchen, dann wenden Sie sich bitte jederzeit direkt an uns und wir nehmen uns Ihrer Anfrage gerne an.

 


Was tun, wenn ein Kurs bei einer anderen Ausbildungseinrichtung besser zu meinem Klienten/meiner Klientin passt?

Das Recht auf Inklusion und Barrierefreiheit ist SEBUS ein großes Anliegen, weshalb seit dem Jahr 2018 in Kooperation mit der Beruflichen Assistenz des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Wien, Niederösterreich und Burgenland verstärkt auch die "Bildungsassistenz" angeboten wird. Da nicht sämtliche Aus- und Weiterbildungsangebote vor Ort angeboten werden können, häufig das Absolvieren einer regulären Kursmaßnahme aber immer noch Hürden für blinde und sehbehinderte Menschen beinhaltet, haben wir mit dieser Neuerung im Kursprogramm reagiert.

 


Was kosten Kursmaßnahmen bei SEBUS eigentlich?

Pauschal kann leider keine Antwort auf diese Frage gegeben werden. Die Kurspreise bei SEBUS richten sich nach der TeilnehmerInnenanzahl bei einzelnen Maßnahmen und beinhalten ausschließlich direkte Kosten. Je nach Kursdauer und individueller Kurszusammensetzung kann der Kurspreis daher variieren. Die maximale TeilnehmerInnenanzahl und der dadurch entsprechend kalkulierte Betreuungsschlüssel sind in jedem Fall ins Verhältnis zu setzen.

Im Kurspreis enthalten sind außerdem, wenn nicht explizit anders ausgewiesen, sämtliche Lizenzen, Prüfungsgebühren, Kursmaterialien und die den individuellen Bedürfnissen entsprechende Aufbereitung der Kursunterlagen.

 


Von wem werden die Schulungen bei SEBUS bezahlt und welche Förderungsmöglichkeiten gibt es?

Alle Kursmaßnahmen bei SEBUS werden auf Individualförderbasis bei den entsprechenden KostenträgerInnen je nach Anspruchsberechtigungen des Interessenten/der Interessentin angefragt.

Für arbeitslos gemeldete und arbeitssuchende Personen ist in erster Instanz die jeweilige regionale Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservices zuständig.

Bei entsprechender Begründung kann eine Mitfinanzierung des Sozialministeriumservice Wien aus den Projektmitteln von SEBUS über die Pädagogische Verantwortliche angefragt und von dieser geprüft werden.

Sollte eine Anspruchsberechtigung vermutet werden, so wird eine Kurskostenbeteiligung auch bei der Pensionsversicherungsanstalt angefragt und geprüft. Dies gilt insbesondere für Berufliche Rehabilitationsmaßnahmen und bei behinderungsbedingter beruflicher Neuorientierung.

Maßnahmen zur Sicherung und zum Erhalt eines Arbeitsplatzes werden vom Sozialministeriumservice gefördert (behinderungsspezifische Notwendigkeit). Hierbei ist zu beachten, dass bei arbeitsprozessorientierter Schulungsnotwendigkeit der Dienstgeber/die Dienstgeberin als KostenträgerIn gilt.

 


Wer steht hinter SEBUS?

Fördergeber der Schulungseinrichtung ist das Sozialministeriumservice Wien, Träger der Einrichtung ist der Blinden- und Sehbehindertenverband Österreich.

 


Wer gehört zum SEBUS-Team und mit welcher Frage kann ich mich an wen wenden?

Die MitarbeiterInnen bei SEBUS haben allesamt eine oft jahrelange Expertise im Umgang mit der spezifischen Zielgruppe. Das Team und die jeweiligen Verantwortungsbereichen können Sie hier genauer kennenlernen.

 


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